DLRG Ortsgruppe Beber-Rohrsen-Bad Münder e.V.

Am 28. Juni 1973 trafen sich im Gasthaus Gerland, Inh. Gisela Konschak, in Rohrsen 28 Einwohner aus Beber, Rohrsen und Eimbeckhausen um die DLRG-Ortsgruppe Beber-Rohrsen zu gründen.
Vordergründiges Ziel war neben den satzungsmäßigen Aufgaben den Erhalt des Freibades Beber-Rohrsen zu sichern. Mit der Bildung der Einheitsgemeinde Bad Münder zum 01.01.1973 gab es Befürchtungen, die durch Diskussion einiger Ratsherren ausgelöst wurden, die Bäder in Bakede und Beber-Rohrsen zu schließen. „Geburtshilfe“ leisteten Werner Kutschbauch, Bezirk Hameln, und Karl Höhle, Kreisgruppe Rolfshagen. Zum Vorsitzenden wurde Manfred Wiese gewählt, der das Amt fünf Jahre ausübte, seit 1978 wird die Ortsgruppe von Heinrich Söfjer geführt.


Bereits am 18. August des Jahres wurde das erste Schwimmfest im Freibad durchgeführt, hierbei wurden den Einwohnern die Aufgaben und Ziele der DLRG durch Flugblätter und praktische Schwimm- und Rettungsübungen im und am Wasser näher gebracht.

Der aktive Einsatz für das Freibad und Notwendigkeit einer intensiven Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung für Kinder und Jugendliche durch die DLRG fand in der Einwohnerschaft Unterstützung, so dass die Ortsgruppe am Jahresende bereits 86 Mitglieder hatte.
Mit Rolf Stiller, der 1974 zum Technischen Leiter gewählt wurde, und Heinrich Söfjer, seit 1978 Vorsitzender, entwickelte sich die Ortsgruppe stetig. So wurden neben Schwimmtraining und Rettungskursen im Freibad Beber-Rohrsen in den Wintermonaten auch Schwimmkurse im Lehrschwimmbecken der Eimbeckhäuser Schule durchgeführt. Unvergessen auch die Trainings- und Badefahrten ins Hallenbad nach Barsinghausen, an denen teilweise bis zu 100 Mitglieder teilnahmen. Die Mitgliederzahl war inzwischen auf über 250 gestiegen.

1976 Bau des DLRG-Raum. Mit Genehmigung der Stadt Bad Münder wurde an das Freibadgebäude in Eigenleistung und durch Eigenfinanzierung ein Schulungs- und Gruppenraum angebaut.
Mit dem Bau des Rohmel-Hallenbades 1978 wurde das Wintertraining, wie später auch das Sommertraining, in Bad Münder durchgeführt. Hierzu trug u.a. auch die Auflösung der Ortsgruppe Bad Münder bei, so dass viele ehemalige Mitglieder sich der Ortsgruppe Beber-Rohrsen anschlossen. Diese Tatsache sowie die berufliche Veränderung von Rolf Stiller, der einige Jahre die Aufsicht im Freibad Beber-Rohrsen geführt hatte und mit dem Hallenbadbau als Schwimmmeister nach Bad Münder wechselte, erfuhr die Ortsgruppe einen erneuten Aufschwung. Nun schlossen sich Einwohner aus allen Ortsteilen der DLRG Beber-Rohrsen an, so dass die Mitgliederzahl die 400ter Marke schnell erreichte. Um den erweiterten Einzugbereich Rechnung zu tragen, beschlossen die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung 1979 eine Namenserweiterung. Die Ortsgruppe wurde von nun an unter dem Namen Beber-Rohrsen-Bad Münder geführt.

In den Folgejahren wurde eine umfangreiche Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung betrieben. Über 1000 Früh- und Jugendschwimmer, sowie ca. 500 Rettungsschwimmer wurden ausgebildet und entsprechende Prüfungen abgenommen.

Erfolgreich wurde auch an Rettungsvergleichswettkämpfen bei befreundeten Ortsgruppen auf Bezirks- und Landesebene teilgenommen, sowie eigene Ortsentscheide eingeführt. Neben zahlreichen Bezirksmeistern in Einzel- und Mannschaftswettkampf, stellte die Ortsgruppe mit Brunhild Hempel 1979 auch eine Landesmeisterin. In dieser Zeit wurde auch der Wachdienst intensiviert. Wurde seit der Gründung insbesondere Aufsicht im Freibad Beber-Rohrsen zur Unterstützung der Schwimmmeister und am Doktorsee bei der Ortsgruppe Rolfshagen durchgeführt, so wurde nun auch Wachdienst im Rohmelbad, an der Ostsee während der Sommerfreizeiten und federführend für den Bezirk Hameln am Humboldtsee durchgeführt. Später wurde auch bis 1992 eine Aufsicht in der Deister-Süntel-Klinik gestellt um den Patienten das Schwimmen in der Freizeit zu ermöglichen.

Im Jahre 1980 fanden sich einige erwachsene Mitglieder die sich aktiv am Stromschwimmen befreundeter Gruppen beteiligten, aber auch eigene Aktivitäten unternahmen. Diese Stromschwimmen wurden in Flüssen wie Rhein, Mosel, Weser, Aller und in Binnenseen durchgeführt. Aus dieser Gruppe ist später die Tauchergruppe entstanden. Da die Gruppe in den Wintermonaten in Bad Nenndorf und im Sommer im offenen Gewässer trainiert, sind auch die meisten Mitglieder aus dem Großraum Schaumburg.

Die Schließung des Rohmel-Hallenbades am 28.02.1994 und das gesellschaftliche Freizeitverhalten haben dazu geführt das der Wachdienst nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. Aber auch durch das eingeschränkte Wintertraining in der Deister-Weser-Klinik und im Hallenbad Bad Nenndorf haben die Mitgliederzahl, insbesondere bei den Jugendlichen, von 497 auf 382 (31.12.04) schrumpfen lassen. Ein Trend der sich zurzeit noch fortsetzt.

Eine wichtige Säule der DLRG-Arbeit in der Ortsgruppe war und ist die Jugendarbeit. Seit Gründung der Ortsgruppe hat die Jugend im Gesamtverband auch auf örtl. Ebene immer eigenständig gearbeitet. So wurde schon 1975 eine eigene Jugendordnung in der Ortsgruppe verabschiedet, später die der Landesjugend übernommen.

Viele Aktivitäten wurden durchgeführt. Zu den Höhepunkten zählen zweifelsohne die seit 30 Jahren veranstalteten vierzehntägigen Sommerfreizeiten in Deutschland, Frankreich und Östereich. An den stadtoffenen ausgeschriebenen Freizeiten haben ca. 1500 Kinder und Jugendliche aus Bad Münder teilgenommen. Zusätzlich werden für die jüngsten Mitglieder jährlich Kinderzeltlager am Freibad Beber-Rohrsen angeboten. Die Teilnahme an und die Ausrichtung von Jugendtreffen zählen ebenfalls zu den Höhepunkten der Jugendarbeit. So wurde bereits 1978 das Bezirksjugendtreffen mit 328 Teilnehmern in Beber-Rohrsen ausgetragen, zwei weitere Ausrichtungen in Bad Münder folgten. Unzählige Tagesfahrten und Einzelveranstaltungen wie Gruppenabende, Osterbasteln, Fasching, Wanderungen usw. runden das angebotene Programm für Kinder und Jugendliche der Ortsgruppe ab.


Die wichtigste und zugleich umfangreichste Arbeit ist in den vergangenen 32 Jahren im und am Freibad Beber-Rohrsen geleistet worden. Nicht zu zählen sind die Stunden und Tage die Vorstand und Mitglieder mit Arbeitseinsätzen im Freibad verbracht haben. Neben den jährlichen Saison Vor- und Nachbereitungen die sehr umfangreich sind, wurden im laufe der Jahre immer mehr Arbeiten von der Ortsgruppe übernommen, so dass die Stadt Bad Münder nur die Aufsicht nebst Verbrauchsmaterial übernehmen musste. Dazu zählen insbesondere die Pflege der Außenanlagen, Malerarbeiten bis hin zum Beckenanstrich, kleine Reparaturen und Verschönerungsarbeiten. Diese umfangreiche Übernahme von Aufgaben hat in den letzten 15 Jahren zu einer Halbierung des städtischen Zuschusses beigetragen. Hat sich die Besetzung des Freibades mit einer geeigneten Saisonaufsichtskraft durch die Stadtverwaltung häufig als schwierig erwiesen und konnte nur mit Hilfe der DLRG gelöst werden, so war es auch nicht immer leicht genügend Helfer für all die Arbeiten zur Verfügung zu haben. Hierbei erwies sich die flächenmäßige Ausdehnung auf das gesamte Stadtgebiet als Vorteil. Denn durch die DLRG-Arbeit hat das Freibad viele Freunde in anderen Ortsteilen gewonnen. So wurden vielfach die Aufgaben von Mitgliedern aus Flegessen, Hachmühlen, der Kernstadt, Eimbeckhausen oder anderen Ortsteilen erledigt. Durch den Rückgang bei den jugendlichen Mitgliedern, aus den bereits erwähnten Gründen, bestand die Gefahr nicht mehr alle Arbeiten durchführen zu können. Seit einigen Jahren werden die DLRG-Mitglieder jedoch verstärkt durch die Einwohnerschaft aus Beber-Rohrsen bei ihrem Ziel, das Freibad zu erhalten, unterstützt. Zweiunddreißig Jahre DLRG-Arbeit konnten so erfolgreich nur gestaltet werden weil sich immer wieder Mitglieder gefunden haben, die bereit waren sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen und das Feibad Beber-Rohrsen einzusetzen. Die Vorstandsarbeit war immer geprägt von Kontinuität und Verlässlichkeit, was sich auch in den Jahren der Vorstandstätigkeit zeigt. So ist der derzeitige Vorsitzende, Heinrich Söfjer, schon 28 Jahre im Vorstand. 27 Jahre aktiv ist Irene Söfjer dabei und auf 23 Jahre Vorstandsarbeit kam der langjährige Schatzmeister Friedrich Kelle. Auf 10-15 Jahre kommen oder kamen Jutta Böker, Karin Bachmann, Karl-Hermann Krebs, Rolf Stiller, Berndt Rodacker, Martin Ceglarek, Fritz Kelle, Stefan Richter und Oliver Fischer. Nicht vergessen werden sollen an dieser Stelle all die Mitglieder die bei den vielen Aktivitäten, bei Training und Ausbildung oder als Betreuer bei den Freizeiten helfend zur Seite stehen bzw. standen, ohne die auch ein Vorstand nicht erfolgreich arbeiten kann.